Die GBG Mannheim baut ihr Engagement für Vielfalt weiter aus. Ausgangspunkt war eine Initiative aus der Belegschaft, die das Thema dauerhaft im Unternehmen verankern möchte.
Vielfalt ist der GBG-Gruppe in die DNA eingeschrieben. Denn schon allein mit ihren fast 20.000 Wohnungen gibt die GBG Menschen ein Zuhause, ganz unabhängig davon, woher sie kommen, welches Geschlecht, welches Alter oder welche sexuelle Orientierung sie haben. Auch in der Firmenkultur wird das Thema gelebt: „Wir wollen als Unternehmen Haltung zeigen und deutlich machen, dass Vielfalt für uns selbstverständlich ist“, betont Heiko Brohm, Unternehmenssprecher der GBG. „Das Thema hat bei uns schon immer eine Rolle gespielt – ganz selbstverständlich.“ So hat die GBG beispielsweise bereits vor einigen Jahren geschlechtergerechte Sprache in der offiziellen Kommunikation eingeführt – ohne es in größerem Rahmen zum Thema zu machen. „Wir sind eher behutsam vorgegangen und haben Dinge einfach umgesetzt, statt viele Vorgaben zu machen.“
Ein frischer Impuls kam aus dem Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt. Anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums rief das Bündnis 2025 zu einer „einander.Challenge“ auf. Als Antwort darauf entwickelte sich innerhalb der GBG eine kleine interne Arbeitsgruppe, die Ideen für diese Challenge entwickelte und gleichzeitig das Thema Vielfalt stärker im Unternehmen verankern will. Initiiert wurde die Gruppe durch Alexander Floß, der bei der GBG für die Themen Gemeinwesen und Quartierkoordination verantwortlich ist, sowie Brohms Kollege aus der Kommunikation, Tobias Dünkel. Neben diesen beiden gehören Brohm selbst sowie Jennifer Wolf aus der Personalabteilung dazu. „Das Besondere ist, dass der Impuls zur Gründung dieser Gruppe wirklich aus der Belegschaft kam und die Geschäftsführung dann ihre Unterstützung zusicherte“, erklärt Brohm.
Ein erster Schritt und gleichzeitig Beitrag zur Challenge war ein unternehmensweites Fortbildungsangebot: eine Online-Schulung sowie ein ganztägiger Workshop mit externer Moderation. Rund 50 Mitarbeitende nahmen an der digitalen Veranstaltung teil, der Workshop war auf 15 Plätze begrenzt. Das Interesse war so groß, dass sich anschließend weitere Kolleg*innen meldeten, die jetzt im neu formierten Team mitarbeiten.
Die Gruppe verfolgt bewusst einen pragmatischen Ansatz. Statt einer langen Liste von Maßnahmen sollen zunächst realistische Schritte entwickelt werden. „Uns war wichtig, dass daraus keine riesige Agenda mit dutzenden Punkten wird, die am Ende niemand umsetzen kann“, erläutert Brohm die Vorgehensweise. Ziel sei es, das Thema Vielfalt kontinuierlich im Arbeitsalltag mitzudenken – etwa durch Bildungsangebote, Austauschformate oder interne Ansprechmöglichkeiten.
Neben internen Angeboten plant die GBG auch weiterhin sichtbare Zeichen nach außen, etwa durch eine Beteiligung an der Mannheimer Pride. Entscheidend sei jedoch die langfristige Verankerung im Unternehmen: „Es soll nicht nur einmal im Jahr eine Regenbogenflagge hängen – wir wollen dauerhaft an dem Thema arbeiten.“
Bild oben (von links): Alexander Floß, Tanja Wesemeyer, Sven Drake, Tobias Dünkel