„Wie haben wir das hingekriegt?“

KI-basierte Bildbeschreibung: Ein Mann in grün karierter Jacke und Jeans steht vor einem farbenfrohen, abstrakten Wandgemälde mit kühnen Formen und lebhaften Mustern.

Sören Gerhold, Kurator von „Stadt.Wand.Kunst“ sieht in der Zusammenarbeit mit der GBG einen Glücksfall, erinnert sich an die Anfänge und an ein Mammutprojekt im Stadtteil Vogelstang.

„Stadt.Wand.Kunst wäre ohne die Zusammenarbeit zwischen der Alten Feuerwache und der GBG nicht denkbar. Die meisten Murals sind ja auf Wänden von GBG-Liegenschaften entstanden. Dadurch konnten wir schnell und unbürokratisch vorgehen. Das hat uns geholfen, neben vielen regionalen Künstler*innen auch internationale Szenegrößen für eine Arbeit nach Mannheim zu holen. Seit 2013 ist so ein großes Museum im öffentlichen Raum mit rund 60 Wandgemälden entstanden, hinter jedem steckt eine spannende Geschichte. Dazu gehören kleine Anekdoten, etwa dass das Duo Sourati auf der Rheinau spontan den gerade verstorbenen Hund einer älteren Anwohnerin verewigte. Eine große Geschichte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, betrifft den Entstehungsprozess des Murals „Véra“ im Jahr 2016 auf einer Hochhausfassade auf der Vogelstang. Es war damals das größte Mural in Deutschland des Künstlers Hendrik ECB Beikirch – eine echte Mammutaufgabe.

Eigentlich war es nur eine fixe Idee von mir: ‚Ihr habt doch dieses riesige Gebäude – wie wäre es damit?‘ Zu meiner Überraschung stieß das sofort auf offene Ohren, sowohl bei der GBG als auch später bei der Stadtspitze. Der damalige Oberbürgermeister Peter Kurz hatte da schon eine Zukunftsvision: Dieser Ort würde einmal ein neuer Ortseingang Mannheims werden. Franklin war damals ja noch eine große Brache, da gab es nichts.

KI-basierte Bildbeschreibung: Ein Mann mit kurzen hellbraunen Haaren und einem gestutzten Bart lächelt, während er im Freien vor einer bunten Graffiti-Wand steht und ein grün kariertes Hemd über einem braunen Pullover trägt.
„Die meisten Murals sind auf Wänden von GBG-Liegenschaften entstanden. Dadurch konnten wir schnell und unbürokratisch vorgehen. Das hat uns geholfen, neben vielen regionalen Künstler*innen auch internationale Szenegrößen nach Mannheim zu holen.“
Sören Gerhold
Kurator von „Stadt.Wand.Kunst“

Natürlich mussten wir auch die Bewohnerinnen und Bewohner überzeugen. Bei der großen Infoveranstaltung waren anfangs nicht alle begeistert – Veränderungen bringen eben Wünsche mit sich und lösen auch Skepsis aus. Aber am Ende waren alle zufrieden und sogar ein bisschen stolz, in einem Haus zu wohnen, das zu einem riesigen Kunstwerk geworden ist. Manche feierten das total, andere waren beeindruckt vom Künstler und seiner wochenlangen Arbeit auf 1.400 Quadratmetern, vom Fassadenteam, das vorab die Wand reinigte und grundierte, vom ganzen Aufwand. Wenn ich da heute dran vorbeifahre, frage ich mich oft noch: Wie haben wir das eigentlich hingekriegt?“

STADT.WAND.KUNST

Start: 2013
Projekte: rund 50
Davon GBG Gebäude: 32

KI-basierte Bildbeschreibung: Eine große Fototapete auf einem Gebäude zeigt einen jungen Menschen mit einem Vogelkopf als Helm, der menschliche und vogelartige Züge vermischt. Auf der rechten Seite ist ein deutscher Text zu lesen, und mehrere Wohnhäuser und Bäume umgeben das Wandbild.
“My Superhero Power is Forgiveness”, HERAKUT, 2013, F6, 1-5, 68159 Mannheim; Foto: Alexander Krziwanie/ STADT.WAND.KUNST
KI-basierte Bildbeschreibung: Ein hohes, weißes Mehrfamilienhaus ist in der Mitte von einem großen schwarz-weißen Wandgemälde mit dem Gesicht einer älteren Person überspannt, umgeben von Bäumen und kleineren Gebäuden unter einem teilweise bewölkten Himmel.
“Véra”, HENDRIK BEIKIRCH, 2016, Brandenburger Str. 44, 68309 Mannheim; Foto: Alexander Krziwanie/ STADT.WAND.KUNST
KI-basierte Bildbeschreibung: Eine farbenfrohe Wandmalerei an einer hohen Gebäudewand zeigt ein Cartoon-Kind, das zu einem gelben Auto hinaufschaut, das mit verschiedenen Gegenständen überfüllt ist, darunter Pflanzen, Elektronik und Möbel, die alle hoch gestapelt sind und über dem Auto balancieren.
“Load”, HOMBRE SUK, 2020, J7, 23 68159 Mannheim; Foto: Alexander Krziwanie/ STADT.WAND.KUNST
KI-basierte Bildbeschreibung: Ein großes Wandbild an einem orangefarbenen Wohnhaus zeigt eine große, cartoonartige Figur in Weiß, die mit erhobenen Armen eine kleinere Figur über ihrem Kopf hält. Das Wandgemälde zeigt verspielte, einfache Linien und lächelnde Gesichter.
“Right here, Rheinau“, SOURATI, 2025 Waldseestraße, 68163 Mannheim; Foto: Alexander Krziwanie/ STADT.WAND.KUNST

Happy Birthday GBG! – Anekdoten zum Jubiläum

Was verbinden Mitarbeiter*innen am Anfang und am Ende ihrer beruflichen Laufbahn mit der Gruppe? Und was sagt einer, der zusammen mit der GBG ein Projekt aufgebaut hat, das mittlerweile das ganze Stadtbild prägt? Drei Anekdoten zum Jubiläum.

KI-basierte Bildbeschreibung: Ein Mann in blauem Anzug und weißem Hemd steht unter einem Baugerüst in einem Gebäude und blickt mit einem leichten Lächeln in die Kamera. Um ihn herum sind gelbe Stangen und Bauelemente zu sehen.

„Den Alltag der Menschen besser machen“

Matthias Henes ist seit mehr als drei Jahrzehnten bei der GBG für Modernisierungen zuständig und geht 2026 in den Ruhestand. Seine Arbeit bot ihm die Möglichkeit, die Stadt aktiv mitzugestalten. Im Großen wie im Kleinen.

KI-basierte Bildbeschreibung: Eine junge Frau mit hellbraunem Haar, die einen hellen Pullover über einem schwarzen Oberteil trägt, steht in einem Haus mit verschränkten Armen und lächelt in die Kamera. Der Hintergrund ist sanft verschwommen und hell beleuchtet.

„Ich wurde herzlich aufgenommen“

Daria Simon macht bei eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau. Sie erzählt über ihren Start bei der GBG und darüber, welche Einblicke sowie Erfahrungen sie gewonnen hat und warum sie ihre Arbeit besonders spannend und sinnvoll findet.