Mit dem Erwerb von 361 Wohnungen auf Sullivan hat die GBG nicht nur den größten Wohnungsankauf ihrer Geschichte getätigt. Das Gebäudeensemble im Stadtteil FRANKLIN bietet auch erschwinglichen Wohnraum mit moderner Ausstattung in attraktiver Lage.
Gregor Kiefer ist begeistert. „Wir waren beeindruckt von der Qualität, als wir die Immobilien angeboten bekommen und daraufhin die Gebäude intensiv geprüft haben – sowohl was die verwendeten Materialien als auch was die Bauweise betrifft.“ Selbst die Haustechnik-Expert*innen der GBG, die stets sehr genau hinschauen, berichtet der Bereichsleiter Baumanagement der GBG Wohnen, seien absolut zufrieden mit dem gewesen, was sie vorgefunden haben. Bei den Neubauten, die auf eine so positive Resonanz gestoßen sind, handelt es sich um zwei Gebäudeensembles mit insgesamt 361 Wohnungen, von denen 352 als geförderter Wohnungsbau gelten. Gelegen sind sie auf Sullivan, einer Teilfläche des neuen Stadtteils FRANKLIN. Im Juni 2024 hat die GBG die Immobilien gekauft – und damit den größten Wohnungsankauf in ihrer Geschichte über die Bühne gebracht. Im Januar 2025 übernahm die GBG die Gebäude.
Errichtet sind die Gebäude in serieller, nachhaltiger Holzhybridbauweise. „Im Unterschied zu einem modularen System, bei dem einzelne vorgefertigte Raummodule aneinandergefügt werden, erlaubt das serielle Bauen, bei dem vorgefertigte Elemente wie Wände und Decken zusammengefügt werden, mehr Flexibilität in der Raumplanung“, erklärt Kiefer. Entsprechend vielfältig sind die Wohnungsgrößen und -zuschnitte. Es sind aber vor allem die Details, die Gregor Kiefer beeindruckt haben: „Eine Stärke von über 50 Zentimetern beim Aufbau der Holzwände findet man im geförderten Wohnungsbau sehr selten.“ Zudem habe der Projektentwickler viele innovative Ideen umgesetzt, die die Kosten reduzieren, ohne die Qualität zu beeinträchtigen, und die so auch für die GBG Inspiration sein können. So wurde für die Schalung sägeraues Holz verwendet, wodurch sich der Wandanstrich besser mit der Oberfläche verbindet und damit robuster und langlebiger ist. „Gleichzeitig haben die Entwickler den Installationsaufwand so gering wie möglich gehalten“, berichtet Kiefer. „Die gesamte Elektroinstallation geht zum Beispiel über den Rohfußboden und die Sockelleisten, so dass man auf Wandschlitze verzichten kann.“
Die 167 Wohnungen des ersten Bauabschnitts, die bei der Übernahme durch die GBG bereits fast fertiggestellt waren, sind inzwischen bezogen. Beim zweiten Bauabschnitt sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten. „Das Konzept des Entwicklers war so durchdacht, dass wir es für diesen Bauabschnitt nur an wenigen Punkten anpassen mussten“, erklärt Kiefer. Und auch aus ästhetischer Sicht ist er von dem Projekt überzeugt. „Natürlich hat man beim seriellen Bauen nicht die gestalterischen Spielräume wie bei einem konventionellen Bau, aber die Gestaltung mit den Holzfassaden ist sehr gelungen und passt auch gut zur Umgebung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Käfertaler Wald.“
Die attraktive Lage ist nur einer der Gründe, warum die Nachfrage nach den neuen GBG-Wohnungen außerordentlich hoch ist. „Eine Neubauwohnung in sehr guter Qualität zu einem Mietpreis von rund neun Euro pro Quadratmeter ist wirklich ein außergewöhnliches Angebot, wenn Sie bedenken, dass vergleichbarer Wohnraum in Mannheim selten unter 13 oder 14 Euro zu haben ist“, betont Christian Franke, der als Bereichsleiter die Strategie der GBG Unternehmensgruppe verantwortet. Ermöglicht wurde dieser Preis zum einen durch heute nicht mehr bestehende Förderprogramme, die der Entwickler noch an Land gezogen hatte und von denen die GBG und die Mieter*innen nun profitieren. Zum anderen durch die vergleichsweise lange Preis- und Belegungsbindung von 40 Jahren für die geförderten Wohnungen, die mit höheren Fördersummen belohnt wird. „Das ist deutlich länger als bei privaten Investoren, die sich häufig auf die Mindestdauer von zehn Jahren beschränken und noch höher als die Bindung von 30 Jahren, die wir als GBG normalerweise ansetzen“, betont Franke.
Und auch strategisch passt das Sullivan-Projekt gut in das GBG-Portfolio. „Wir haben hier Wohnungen mit verschiedenen Zuschnitten und Größen – vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung ist alles dabei“, berichtet Franke. „Unser Ziel ist es, eine ausgewogene Mischung mit Familien und Single-Haushalten, mit jüngeren und älteren Bewohnerinnen und Bewohnern zu schaffen.“ Beim Zuschlagsverfahren fährt die GBG zweigleisig. So wird der Großteil der Wohnungen über den zertifizierten Prozess der GBG vergeben. Beim anderen Teil stehen Haushalte im Fokus, die aufgrund ihres Einkommens über einen Wohnberechtigungsschein verfügen, die Miete aber vollständig aus eigenen Mitteln bestreiten können. „Wir haben dabei insbesondere Familien im Blick, die sich auf einem immer noch erhitzten Wohnungsmarkt keine Wohnung in dieser Qualität und Lage leisten könnten“, betont Franke und zieht ein durchweg positives Fazit des Projekts: „Der Kauf der Wohnungen auf Sullivan war für uns eine gute Gelegenheit, weiteren Wohnraum für Mannheim in einem bezahlbaren Segment zu sichern, ohne wirtschaftlich große Risiken eingehen zu müssen – ein echter Glücksfall!“
Verhältnis von Eigentum zu Miete auf FRANKLIN
Auch die Lage und die Umgebung gefallen uns gut: Von unserem Balkon haben wir einen wunderbaren Blick direkt auf den Käfertaler Wald. In der Nähe gibt es schöne Grünanlagen, wo ich gut mit dem Hund spazieren gehen kann. Selbst das Einkaufen ist kein Problem, denn hier ist alles in der Nähe. Wir waren übrigens die ersten Mieter, was am Anfang etwas gespenstisch war. Aber inzwischen sind viele Leute eingezogen und wir haben erste Kontakte geknüpft. Unsere Nachbarin hat sich gleich vorgestellt und uns angeboten, unseren Hund zu betreuen, wenn wir mal zum Arzt müssen. Und auch die jungen Familien, die inzwischen hier im Haus wohnen, sind alle sehr freundlich. Für mich ist das hier auf FRANKLIN auch eine Art Heimkehr. Ich bin in Käfertal aufgewachsen und meine Eltern waren mit einem amerikanischen Paar befreundet, das im Benjamin-Franklin-Village lebte. Mit deren Kindern habe ich viel gespielt. Wir sind hier schon richtig zu Hause, obwohl wir ja erst seit ein paar Wochen hier wohnen. Und das Viertel entwickelt sich weiter, es wird noch grüner und schöner – wir fühlen uns hier wirklich sehr wohl!“