Sanieren für die Zukunft
Die GBG Wohnen hat 2023 die Sanierung von einem der beiden markanten Hochhäuser nahe des Herzogenriedparks fertiggestellt, die Arbeiten am zweiten Turm sind in vollem Gange. Wertvoller Wohnraum in zentraler Lage, ressourcenschonende Sanierung und innovative Lösungen sorgen hier für neuen Komfort für die Mieter*innen.
Sie sind so etwas wie die Wahrzeichen des Quartiers in der Neckarstadt-Ost: die beiden zwölfgeschossigen Wohntürme, gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft zur GBG-Halle und zum Herzogenriedpark – beide Baujahr 1963, jeweils 83 Ein- und Zweizimmerwohnungen – und ordentlich in die Jahre gekommen. Seit dem Frühjahr 2022 läuft nun die Sanierung, für die die GBG fast 23 Millionen Euro veranschlagt hat.„Damals hatte man noch ganz andere Standards, es gab beispielsweise noch auf Putz verlegte Wasserrohre – dementsprechend kam es in den vergangenen Jahren häufig zu Wasserschäden“, erklärt Matthias Henes, Bereichsleiter Technisches Bestandsmanagement.
Die Sanierung eines Gebäudes mit so vielen Wohneinheiten ist eine große Herausforderung, da die Bewohner*innen in der Zwischenzeit andernorts untergebracht werden müssen. Der Zeitdruck ist entsprechend hoch und zudem wartet bei älteren Gebäuden gerne noch die ein oder andere „Überraschung“ auf die Verantwortlichen. Manche Mängel wie etwa Risse in tragenden Decken oder Bohrlöcher werden erst während der Sanierung sichtbar.„Dennoch ist es wichtig, solche Großbauten zu erhalten, gerade jetzt, wo einerseits das Thema graue Energie diskutiert wird und andererseits viel Wohnraum dringend benötigt wird“, betont Henes.
Das erste Hochhaus, Adresse: Murgstraße 17, hat eine vollkommen neue Anmutung erhalten. Der Eingang, der zuvor versteckt an der Gebäudeseite lag, wurde zur Straße verlegt und ist sofort sichtbar. „So wirkt alles freundlicher, einladender und es steigt das Sicherheitsempfinden“, berichtet Henes. Die Fassade wurde mit vorgesetzten Metallplatten verkleidet, und ist damit nicht nur sehr witterungsbeständig, sondern auch in der Instandhaltung nachhaltig, da bei Schäden einzelne Teile ausgetauscht werden können. Der gesamte Turm wurde mit Mineralwolle neu gedämmt, das Gebäude erfüllt nun KfW Standard 85.



Insgesamt können sich die Mieter*innen über mehr Wohnkomfort freuen. Neben einem zweiten Aufzug sind die Einheiten nun barrierearm und in Sachen Tritt- und Schallschutz optimiert. Die Bäder wurden komplett erneuert und entsprechen nun modernen Standards. Da gerade große Mietwohnungen in der Stadt Mangelware sind, entschied man sich für eine veränderte Wohnungsaufteilung: Die Zahl der Wohneinheiten wurde von 83 auf 77 reduziert, zugunsten von jeweils drei Drei- und Vierzimmerwohnungen.
Erstmals setzt die GBG in der Murgstraße auch auf eine neue Balkonlösung. Die Freisitze sind komplett verglast. „Wir nutzen hier eine Cabrio-Lösung, die Glaselemente können einzeln geöffnet und geschlossen werden und sind unabhängig voneinander klappbar. Die Mieter*innen können sich so je nach Witterung entscheiden, ob sie draußen oder drinnen sitzen möchten.“ Bis Herbst 2025 sollen die Bauarbeiten auch am zweiten Gebäude abgeschlossen sein und in diesem Zug die Freianlagen um die beiden Wohntürme umgestaltetet werden, inklusive E-Ladestation und Grünfläche. Dann erstrahlen beide Hochhäuser in neuen Glanz und sind ein im wahrsten Sinne herausragendes Beispiel dafür, dass die GBG in die Zukunft der Stadt investiert, indem sie erschwinglichen Wohnraum in zentraler Lage sichert.
